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Mittwoch, 9. Januar 2013

Neujahrsfreude

Musik: Siskiyou - Keep Away The Dead


Humpelnder Weise gehe ich meine ersten Schritte ins graue neue Jahr.


Ich freu mich. Auf den neuen Kalender, auf das neue Häkelprojekt und (sogar noch nach zwei Tagen Abstand) über den Film Ruby Sparks. Der hat mich mitgenommen, umgehauen, überfallen, begeistert.
 

Graues Wetter braucht Farbe fürs Bauchgefühl: Aprikosen-Hähnchen mit Cranberry-Risotto, Orangensauce und Pistazien.



Samstag, 11. Februar 2012

Für Entscheidungsunfreudige - Arroz con Pollo / Jeera Chicken

Musik: Nina Simone - I Put A Spell On You

















Mal wieder habe ich im Stöbern bei Joy der Bäckerin Appetit bekommen.  Rezeptfreies Nachkochen und sich über die eigene Umsetzung freuen hat allerdings auch seine Tücken. In der Retrospektive muss ich feststellen, das Gericht fühlt sich in so einigen Ecken der Welt zu Hause und könnte es reden, würde es fragen: Bin ich Arroz con Pollo? Bin ich Pilaf? Bin ich Jeera Chicken? Bin ich Biryani? Bin ich bin ich bin ich..

















Was ist drin?
Paprika, Pepperoni, Pfirsiche, Hähnchenschenkel, Schalotten, Knoblauch, Sekt, Mangosaft, Hühnerbouillon, Basmati, Koriander, Estragon-Blätter, Kreuzkümmel, Kardamom, Zimt, scharzer und grüner Pfeffer

Sonntag, 9. Januar 2011

A Gentlemen's Agreement

Musik: somafm - illinois street lounge
Störkoch: Christian


Worum geht es wohl zwischen zwei mehr oder weniger erwachsenen Männern? Um Fleisch, viel Fleisch und eine Gitarre. Ein Ehrenhandel der besonderen Art: Mahlzeit gegen Instrument. Um der gehobenen Vereinbarung gerecht zu werden gab es nicht nur eine, nicht etwa zwei, nein drei Sorten Tier, und für das Wohlbefinden der Damen auch vegetarische Beilagen. 4 Personen, 4 Pfund Fleisch, 4 Flaschen Wein. Huzzah!

Montag, 27. Dezember 2010

EnteEnteEnteEnteEnteEnteEnteEnteEnte ... Rotkohl.

Musik: ameliese on youtube
Störkoch: Christian

Es ist Zeit, schreiend im Kreis zu rennen! Bei mir gab es Entenbraten. Echte, glückliche, freilaufend aufgewachsene, liebevoll mit der Hand geschlachtete Ente. Wir haben sie Mariken getauft und mit viel Respekt und Fürsorglichkeit zubereitet. Es folgt das Küchen-Logbuch des 25.12.2010.

08:30 Uhr
  • Aus dem Bett gequält, keinen Hunger. Kaffee!
  • Ente aus dem 24-stündigen Kühlschrankschlaf geholt.
  • Tisch ausgeklappt und umgestellt, Oberflächenvergrößerung. Auf die Größe der Küche geflucht. Schnell noch den Wochenabwasch nachgeholt (huch).
10:25 Uhr
  • Störkoch C. ist eingetroffen.
  • Zutaten und Messer zusammengesucht.
  • Ente getauft.
  • Arbeitsteilung: C. macht Rotkohl, A. kümmert sich um Mariken und die Klöße.
     10:45 Uhr
    • Zwiebeln gehackt. Zusammen geheult, weil die Schalotten so gut waren.
    • Kaffee getrunken. Knoblauchzehe in Kaffee geworfen, erst 5 min. später entdeckt, C. verschwiegen, um Störung durch Lachanfälle zu vermeiden.
    • Füllung (Zwiebeln, Backpflaumen, Aprikosen, Knoblauch, Apfel, Birne, Orangenmarmelade) in Rotwein und Rum eingelegt.
    • Speck gewürfelt. Rotkohlkopf in feine Streifen geschnitten.
    • Mariken den Hals abgetrennt (C.), die Innereien entfernt (A.), versucht, die komplette Hand reinzustecken (C.),  gründlich gebadet und abgetupft, innen und außen mit Salz und Pfeffer eingerieben (A.).
    11:27 Uhr
    • Mariken vierhändig (2,9 Kilo!) von beiden Seiten scharf angebraten, mit Honig und Gewürzen eingestrichen, gefüllt, mit trockenem Brötchen verstöpselt, mit Alufolie zugedeckt und in den Ofen gesteckt.
    • Rotkohlfront: Problem mit Topfgröße. Schmalz, Speck und Zwiebeln erhitzt, 2/3 des Rotkohls damit runtergeschmort, den Rest des Rotkohls später dazugegeben.
    11:50 Uhr
    • Rotkohl gewürzt. Ca.3-5 Pimentkörner, 5 Nelken, 3 Lorbeerblätter, Pfeffer, Salz. Kleingewürfelten Apfel dazugegeben.
    • Mariken ist auf Temperatur.
    • Kartoffeln für die Klöße angesetzt.
    12:34 Uhr
    • 2. Abwasch
    • Rest der Wohnung in Ordnung gebracht, die Eltern kommen ja.
    • Zum vierten Mal unter Marikens Alu-Decke geguckt, ob sie noch da ist.
    • Rotkohl abgeschmeckt. Beschlossen, mit Gemüsebrühe zu schummeln.
    • Kloßteig aus Kartoffeln, Gries, Vollkornmehl und Ei zusammen gepampt. Nerven verloren, weil Teig zu weich. Viel zuviel Mehl..
    13:16 Uhr
    • Marikens Decke abgefriemelt. Heiße Phase. 
    • Rotkohl perfekt.
     13:55 Uhr
    • Tisch wieder gedreht und gedeckt. 
    • Wasser für Klöße aufgesetzt.
    • Mariken ein letztes Mal mit Honig-Kräuter-Mischung bepinselt.
    • Klöße mit optimierter Vier-Hände-Kloßform-Abseih-Arbeitsteilung gegart.
    14:19 Uhr
    • Die Gäste sind da!
    • Wein geöffnet.
    • Ofen aus.
    • Mariken aus ihrem Bräterbettchen in eine Auflaufform gehoben. 
    • Zuviel Ente und zu viele Beilagen für ZU WENIG PLATZ!!!
    14:45 Uhr
    • Im bösen Schrank nach Edelstahl-Becher gesucht. Bratensud mit ein wenig Rosé und Pürierstab zur Soße verarbeitet. Wie Bolle gefreut. Genascht .. äh abgeschmeckt. Umsonst Soßenbinder aus Mehl angerührt.
    • Mariken mit Geflügelschere zerteilt. Hin und her überlegt und gegen unerwartet starken Knochenbau gekämpft.
    • Fotos gemacht und hungrige Meute aufs Essen warten lassen.
    15:03 Uhr
    • Fertig. Juhu.

    Donnerstag, 11. November 2010

    Karotten-Vesper

    Musik: Badly Drawn Boy - It's not what I'm thinking
    Störkoch: Phillip

    Die Brotzeit oder das Vesper ist eine feine Mahlzeit, denn man darf alles wie und wann man will - kalt, warm, deftig, süß, nachmittags, abends, nachts. Und das hab ich auch gemacht:  Karotten, Pute, Honig, Curry, frische Romana-Herzen, Tomaten und Dinkel-Toast. 20.oo Uhr, die Reste einen Tag später 02.oo Uhr morgens.


     Noch lieber als vespern mag ich das österreichisch-slawische Verb jausen, da klingt doch schon ein omnomnom raus.